Kunstmarkt-Konferenzen

Modul II

«Digitalisierung und Kunstmarkt – ist die Zukunft schon sichtbar?»

7. 3. 2019,
17 – 20 Uhr

Schwarzescafé, Luma Westbau, Löwenbräu Zurich

 

Modul III / 9. Juni 2019: «Konzentration in der Galerienszene: Versprechen neue Geschäftsmodelle Erfolg?»

 

Modul I / fand am 29. Oktober 2018 statt:«Sorgfalt und Vertrauen im Kunstmarkt – Brauchen wir neue Branchenstandards?» Dokumentation finden Sie hier.

Wie sieht die Zukunft des Kunstmarkts aus? Während andere Branchen, wie Musik und Verlage, durch die Digitalisierung grundlegend verändert werden, scheint der auf Vertrauen und Expertise basierende Kunstmarkt der digitalen Disruption länger zu widerstehen. «Wird die digitale Technologie den Kunstmarkt offener machen?», fragte vor einem halben Jahr die New York Times. Die Antwort ist bis heute ausgeblieben.

Trotz hochfliegender Pläne der unzähligen Startups wird das wirklich Machbare nur langsam sichtbar. 2018 stand ganz im Zeichen von Blockchain, einer komplexen Technologie, von der man sich nicht nur eine neue Bezahlmethode erhofft (mit Bitcoin oder Ethereum), sondern auch eine Möglichkeit, die Echtheit der Werke eindeutig zu verbriefen sowie andere nützliche Informationen unverfälschbar zu kodieren. Man träumt mit Blockchain den Traum von fraktionierten Kunstkäufen, in einer neuen demokratischen Kunstwelt, in der jeder seinen Anteil an einem Matisse oder Picasso haben könnte. Seit Anfang 2019 greift allerdings neu eine Blockchain-Skepsis um sich, und man fragt sich: Ist diese Technologie reif genug, um die ihr zugedachte zentrale Rolle im Kunstmarkt zu übernehmen?

Doch Blockchain ist nicht der einzige Trend, der in die digitale Zukunft des Kunstmarkts weist. Virtuelle Galerien, Online-Auktionen, hochauflösende digitale Präsentationssysteme oder dienstbare Algorythmen, die den Sammlerinnen und Sammlern vermeintlich passende Werke vorschlagen: alle diese Wege sind heute begehbar. Welcher von ihnen ist aber die Königsstrasse in die Zukunft?

Um den Nebel zu lichten, hat das Kunstforum Zürich in Zusammenarbeit mit den Art Market Studies der Universität Zürich Experten eingeladen, die auch aus eigener Praxis die Situation beurteilen können. Keynote Speaker Daniel Doubrovkine ist CTO von Artsy, der seit 2010 existierenden Online-Plattform zum Sammeln und Entdecken von Kunst, die bereits Hunderttausende von Kunstwerken in ihrem Art Genome Project kostenlos zugänglich macht. Per Skype aus Los Angeles wird auch Stefan Simchowitz zu uns sprechen, ein als disruptiv geltender Kunsthändler und Berater, der bereit ist, die Zeichen der Zeit schneller als alle anderen zu erkennen und sie zu Gunsten einer erfolgreichen Geschäftspraxis zu lesen.

Mit Alexandre Catsicas und Antoine Verdon nehmen auch zwei Schweizer Pioniere der neuen Technologien an der Konferenz teil. Diese beiden nehmen mit ihren eigenen Firmen auch wirtschaftlich die Herausforderung der neuen Zeit an und werden ihre Geschäftsmodelle vorstellen. Als Beispiel für die Kraft der Tech-Startups, die ein wichtiger Treiber der Entwicklung sind. Und damit die Kunst, das pulsierende Herz des Kunstmarkts, auch ein Wörtchen mitzureden hat, wird die Künstlerin Aparna Rao anhand ihrer eigenen Arbeit, die sie im Zürcher Wyss-Lab der ETH mit Hilfe der modernsten Robotikforschung kreiert, über die Rolle sprechen, die auch Kunst für die Technologie spielen kann. Und warum es in der Kunst, auf dem Kunstmarkt und auch sonst überall nach wie vor gelten soll: Die Vision geht vor.

Program

 17 h

Welcome and Introduction

Ewa Hess, Kunstforum Zürich

17.10

Stefan Simchowitz,

Art dealer, collector and adviser

Live from Los Angeles

       17:30

Daniel Doubrovkine,

Software Ingenieur, Open source activist

CTO, Artsy

        17:50

Aparna Rao, artist (Pors & Rao),

project leader PATHOS

            18:10 Panel Discussion

18:10-18:20 short presentations of Alexandre Catsicas (Artmyn) and Antoine Verdon (blockfactory.com)

Panelists:

Daniel Doubrovkine

Aparna Rao

Alexandre Catsicas

Antoine Verdon

Moderator: Nicolas Galley, director of studies, Art Market Studies (University of Zurich)

      19:00 Questions 19:30 Drinks – Come together

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